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Orientierungslosigkeit, Trägheit, Schlafstörungen, Ängstlichkeit oder auch Aggression können Anzeichen für eine tierische Demenz sein. Auch die Stubenreinheit kann nachlassen. Seit etwa zehn Jahren beschäftigen sich die Forscher mit dieser Krankheit

Wichtig für die Diagnostik sind die Beobachtungen des Besitzers. Wie verhält sich das Tier, was hat sich geändert, was ist auffällig… Um andere Ursachen auszuschließen, ist eine gründliche körperliche Untersuchung nötig. Vielleicht ist der Hund orientierungslos, weil Seh- oder Hörkraft nachlassen? Vielleicht er ist auch nur teilnahmsloser, weil er an einer Herzerkrankung leidet? Vielleicht zeigt die Katze Aggression, weil sie Schmerzen hat?
Die Erkrankung verläuft ähnlich wie beim Menschen, der an so genannter Alters-Demenz leidet. Nervenzellen sterben ab. Zellen, die für Lernen, Gedächtnis und Bewusstsein zuständig sind, sind am empfindlichsten.

Die Therapiemöglichkeiten bei Demenz sind beschränkt, heilbar ist die Alterskrankheit nicht. Herrchen und Frauchen können dem demenzkranken Tier, das Leben leichter machen. Seien Sie geduldig. Es ist nicht leicht, an Alzheimer erkrankten Tieren das Leben angenehmer zu machen. Aber es ist möglich.

Das Tier braucht mehr denn je sein vertrautes Umfeld. Routine gibt Sicherheit. Stress sollte vermieden werden. Leichtes, mentales Training unterstützt. Kürzere Hunderunden, aber dafür häufiger. Katzen sollten gesicherten Auslauf haben. Ganz wichtig: Ein dementer Hund sollte draußen an der Leine geführt werden. Verliert er seinen Menschen ungesichert aus den Augen, kann sich das Tier oft nicht mehr orientieren, weiß nicht, wo es ist und irrt hilflos umher.

Einen Herzinfarkt können unsere Vierbeiner nicht erleiden. Aber: 10 % unserer Hunde leiden im Laufe ihres Lebens an einer Herzerkrankung. Wichtig ist, dass die Krankheit früh erkannt und diagnostiziert wird.
Die beiden häufigsten Störungen des Herzens sind die Herzklappenerkrankung und die Herzmuskelerkrankung. Beim Abhorchen des Hundes kann der Tierarzt hören, wenn eine Klappenerkrankung vorliegt. Das Herzgeräusch unterscheidet sich deutlich von dem eines gesunden Tieres. EKG, Röntgen und oder ein Herzultraschall geben Aufschluss darüber, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist.
Bei einer Klappenerkrankung schließen die Herzklappen nicht mehr richtig, so dass das Blut zurückfließt und der Körper nicht optimal mit Sauerstoff versorgt wird. Heilbar ist die Krankheit nicht, aber Medikamente können hier gut helfen, um die Lebensqualität des Hundes zu erhalten. Betroffen sind meist kleinere Rassen vom mittleren bis ins höhere Lebensalter.

Tückischer ist die Erkrankung des Herzmuskels, die beim Abhören nicht erkannt werden kann. Der Herzmuskel bildet sich zurück, „leiert“ aus. Die Folgen können sich sehr plötzlich bemerkbar machen, im schlimmsten Fall zu Sekundentod führen. Besonders große Rassen wie Neufundländer, Irische Wolfshunde, Dobermänner, Doggen, Boxer… sind von der Herzmuskelerkrankung betroffen und bringen häufiger eine Veranlagung mit. Bei Rassen, die zu dieser Krankheit neigen, empfehlen Tierärzte eine regelmäßige Kontrolle. Die Herzmuskelerkrankung zeigt sich oft auch bereits bei jungen Hunden.
Hellhörig sollten Sie werden, wenn ihr Hund kurzatmig ist, vermehrt hechelt und hustet. All das kann auf eine Herzerkrankung hindeuten. Aber auch Müdigkeit, Lustlosigkeit und Leistungsschwäche können Symptome sein.

Beim Welpenkauf sollte man darauf achten, dass der neue Mitbewohner bereits gründlich abgehört worden ist. Wenn die Vorfahren des kleinen Hundes sehr früh gestorben sind, kann auch das auf eine genetische Veranlagung zur Herzerkrankung hindeuten. Übrigens: Mischlinge erkranken weniger häufig als Rassehunde.

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